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Wenn man mit den Ohren sehen muss - im Selbstversuch als Blinde unterwegs

im Selbstversuch als Blinde unterwegs

Laut dem Leiter des Erfahrungsfeld Claus Haupt ist vor allem eine spielerische Herangehensweise besonders wichtig, damit sich alle Generationen auf das Lernen einlassen: „Es muss Spaß machen und alltagsbezogen sein, nur dann werden die Inhalte mitgenommen.“ Die Kooperation mit der WerkStadt Lebenshilfe Nürnberg freut ihn besonders. Kunstschaffende mit geistiger Behinderung des Nürnberger Ateliers „Idyllerei“ stellen gemeinsam im großen Zirkuszelt aus. Wie schon in den Jahren zuvor bleibt Inklusion – also Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen auf Augenhöhe zu begegnen sowie in den gesellschaftlichen Alltag einzubinden – das andere zentrale Thema auf dem Erfahrungsfeld.

Eine Schaukel für Rollstuhlfahrer

Auch die Rollstuhlschaukel, die schon 2022 eingeweiht wurde, schlägt in diese Kerbe. Sie wurde für diese Saison deshalb weiter ausgebaut und um einen Parcours erweitert. Auf dem Weg zur Schaukel liegen verschiedene Untergründe, wie zum Beispiel Kopfsteinpflaster.
Auch Menschen ohne körperliche Beeinträchtigung können diesen Parcours im Rollstuhl sitzend absolvieren und infolgedessen die alltäglichen Herausforderungen von Rollstuhlfahrenden erleben. Dementsprechend sind mittlerweile auch ältere Stationen wie zum Beispiel die Backstation rollstuhlgerecht gestaltet worden.

Nachhaltigkeitswochenende 2023 auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

Inwiefern hat unser Handeln Auswirkungen auf die Natur?
Wie greift der Mensch in seine Umwelt ein und verändert sie?
Das Nachhaltigkeitswochenende des Erfahrungsfelds ging in die zweite Runde: Vom 14.- 16. Juli luden die Mitarbeiter*innen ein, sich über Nachhaltigkeit, alternative Handlungsmethoden und umweltschonende Ideen auszutauschen. Mit dabei waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche lokale Vereine und Initiativen, mit denen alle gemeinsam den Blick auf unseren Ressourcenverbrauch lenken wollten und sich auf die Suche nach Alternativen begaben.
Eingeläutet wurde das Wochenende mit dem Nachhaltigkeitsabend am Freitag, 14. Juli. Zu entdecken und auszuprobieren gab es verschiedene Aktionen lokaler Vereine und Initiativen wie z.B. der Greenpeace Jugend, von Bluepingu und der Solawi sowie von uns, dem Förderverein des Erfahrungsfeldes. Alte Fahrradschläuche wurden in einer Upcycling-Werkstatt zu Schmuckstücken, an der Backstation auf dem Erfahrungsfeld gab es eine vegane Überraschung, und der LBV bot kreatives Basteln von wachsenden Postkarten an. Ein DJ sorgte zudem für die musikalische Untermalung des Abends, wobei die Anlage durch die Wattkiste, einer autarken Energieversorgung mit Sonnenenergie betrieben wurde. Außerdem konnten auch wieder Kleidungsstücke getauscht werden. Wer die Klamotten aufpeppen wollte, konnte das vor Ort an einer mobilen Siebdruckwerkstatt machen.
Am Samstag und Sonntag gab es dann neben den regulären Stationen des Erfahrungsfeldes zusätzliche Angebote und Mitmach-Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit. Dabei kamen insbesondere Familien mit Kindern auf ihre Kosten. Beim Workshop der N-ERGIE fanden Kinder in einem bunten Mitmachquiz mit anschaulichen Modellen beispielsweise heraus, wo eigentlich der Strom herkommt und wie dieser erzeugt werden kann. Und natürlich hatten auch die anderen Initiativen und Vereine tolle Stationen zum Mitmachen und Ausprobieren im Gepäck.